TuS Leider - TuS Röllbach   2:4 (1:0)

Die Serie hält an und mit dem zweiten Auswärtssieg in Folge etablieren wir uns weiter in der Spitzengruppe. Wer hätte vor 3 Monaten den derzeitigen Tabellenstand für möglich gehalten, wohl selbst die kühnsten Optimisten hätten nicht mit solch einer Vorrunde gerechnet ... aber diese- doch für viele- ungewohnte Situation gilt es nun zu behaupten und zu verteidigen..

 

Auch im 2.ten Rückrundenspiel in Leider benötigten wir wieder eine (zu) lange Anlaufzeit, um ins Spiel zu kommen. Zu wenig Bewegung im Mittelfeld, ungenaues Passspiel in allen Mannschaftsteilen und zu wenig Einsatzbereitschaft auf Röllbacher Seite prägten die ersten 45 Minuten.

 

Leider war in der ersten Hälfte in allen Belangen die bessere Elf und man konnte bei der Heimmannschaft klar den Willen erkennen, dieses Spiel unbedingt gewinnen zu wollen (oder müssen). Mit großer Laufbereitschaft und aggressivem Forechecking demonstrierte Leider, warum sie in Elsenfeld (1:1) und Schollbrunn (2:1) gepunktet hatten.

 

Zu allem Überfluß mussten wir schon nach 15 Minuten unseren „6er“ Florian Ruhland mit Verdacht auf einen Banderriss auswechseln. Für ihn kam Jürgen Heider, der eine ganz starke Partie machte und den bis dahin starken Leiderer Spielmacher danach nicht mehr zur Entfaltung kommen ließ.

 

Trotz der schwachen ersten Spielhälfte kamen aber auch wir zu Torchancen: Maxi Schreck konnte bereits in der 2. Min. mit seinem Schuß aus 18 m (nach schönem Spielzug und Pass über Marcel Ackermann) jedoch genauso wenig ausrichten, wie der aufgerückte Johnny Schwaab mit seiner Direktabnahme aus 22 m (15.Min.).

 

Bevor sich jedoch weitere Chancen in der 25.Min, als der Schuß von Chrissy Wolz aus 14 m nach schöner Vorarbeit von Florian „Shibby“ Grimm vom Leiderer Keeper Milde entschärft wird und 37. Min, als Alex „Ole“ Grimm ebenfalls aus 20 m Torentfernung verzieht, ergaben spielte sich das Geschehen jedoch zumeist in unserer Hälfte bzw. unserem Strafraum ab und Leider konnte sich v.a. immer wieder durch gefährliche Standards bzw. Eckbälle gute Torchancen erarbeiten.

 

So hatten wir in der 16. Min. zuerst viel Glück, als ein Leiderer Kopfball und nur 2 Min. später (18.Min.) auch ein abgefälschter Leiderer Schuss nur haarscharf das Gehäuse verfehlten und wieder einmal mussten wir uns in der 30. Min. bei unserem starken Torwart Karsten Kehl bedanken, als er mit einem tollen Reflex einen Schuß aus kürzester Distanz noch an den Pfosten lenken konnte.

 

Das Leiderer Tor lag irgendwie in der Luft .... und sollte kurz vor der Pause auch noch fallen: Ein in der Entstehung völlig unnötiger Freistoß aus 35 m halblinker Position findet in der 40. Min. durch Freund und Feind den Weg ins Röllbacher Tor zum verdienten 1:0 für Leider.

 

Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause und zum wiederholten Mal musste die Mannschaft an ihre kämpferischen und v.a. auch spielerischen Qualitäten erinnert werden. Auch wenn die Mannschaft im weiteren Spielverlauf nicht vollends überzeugen konnte, wurde das Spiel ab der 45. Min. aber wesentlich aggressiver und zielstrebiger .... und mit Alex „Sunny“ Heider (für Patrick Spall) kam der letztendlich entscheidende Spieler in die Partie.

 

Er schnappte sich in der 50. Min. den Ball, drang zielstrebig in den Strafraum der Heimelf ein und konnte dort nur noch mit einem Foul gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte Shibby ganz sicher zum 1:1.

 

Leider konnte zwar zu Beginn der zweiten Spielhälfte noch 3 sehr gute Chancen verzeichnen, als Karsten in der 47. Min. einen Schuß aus 11 m entschärfen musste und in der 54. Min. und 63. Min. auch Schusschancen aus 11 m bzw. 8 m Torentfernung nicht verwertet wurden, hatte aber scheinbar durch das große Laufpensum der ersten Hälfte viel Kraft gelassen und sah sich nun immer häufiger in die Defensive gedrängt.

 

So ergaben sich vor dem immens wichtigen 2:1 durch Marco Wolf, der in der 65. Min. mit einer tollen Einzelleistung 2 Gegenspieler stehen ließ und auch dem Leiderer Keeper keine Chance ließ, zwangsläufig noch weitere gute Chancen, bei welchen u.a. Maxi Schreck in der 52. Min. mit seinem Schuß aus 20 m nur knapp scheitert.

 

Dann kam die 75. Spielminute: Sunny erkämpfte sich -diesmal auf der linken Angriffsseite- das Leder und passt zu Shibby, der nach kurzem Antritt den wieder freigelaufenen Sunny findet. Mit dem unbedingten Willen, sein erstes Tor der laufenden Spielzeit zu erzielen, dringt dieser in den Strafraum ein und schiebt den Ball abgebrüht am herausstürmenden Keeper Milde in die Maschen zum 3:1.

 

Nachdem Ole und Marco in der 78. Min. im 2:1-Überzahlspiel gegen den Leiderer Libero die Kugel noch nicht im Tor unterbringen konnten, sollte es unser Goalgetter Ole jedoch nur weitere 5 Minuten später (80. Min.) besser machen, als er wieder einen dieser unglaublich selbstbewussten Auftritte präsentiert: Mit toller Technik und dem nötigen Tordrang lässt er gleich 4 gegnerische Abwehrspieler stehen und lupft den Ball über den sich in den Weg werfenden Leiderer Keeper ins Tor.

Das war die Entscheidung und auch das Anschlusstor zum 2:4 von Leider nach einer Ecke in der 88. Min. konnte an diesem letztlich dann doch noch verdienten Sieg nichts mehr ändern.

 

Fazit:

Wieder waren es neben den Torschützen Marco Wolf und Alex Grimm die Einwechselspieler, die maßgeblich bzw. spielentscheidend am Ausgang der Partie beteiligt waren.

Sowohl Jürgen als auch Alex Heider machten nach Ihrer Einwechslung eine starke Partie und auch Samir Amhaz, der für Marcel Ackermann in die Partie kam, fügte sich nahtlos ein.

Mit 35 Punkten haben wir nun bereits vor der Winterpause so viele Zähler wie in der letzten Saison erst Mitte Mai (!!!!).

Jetzt gilt es, die letzten Reserven noch einmal zu bündeln und in das letzte Spiel des Jahres 2008 einzubringen, um gegen die starke Auswärtsmannschaft des TSV Keilberg noch einmal zu punkten.

Aufstellung:

K. Kehl - A. Hofmann, J. Schwaab, F. Grimm, P. Spall (A. Heider), F. Ruhland (J. Heider), M. Ackermann (S. Amhaz), C. Wolz, M. Wolf, A. Grimm, M. Schreck

Tore: 1:0 Brunner (44.), 1:1 F. Grimm (55. FE), 1:2 Wolf (65.), 1:3 Heider (72.), 1:4 A. Grimm (78.), 2:4 Pfarrer (88.)