TSV Karlburg - TuS Röllbach  4:1 (2:1)

 

TuS verschläft Anfangsphase und verliert »vielleicht ein Tor zu hoch«

In der Lan­des­li­ga Nord­west hat der TuS Röll­bach in Karl­burg mit 1:4 ver­lo­ren. Vor al­lem die An­fangs­pha­se hat der

TSV Karlburg - TuS Röllbach 4:1 (2:1). - Bereits nach 100 Sekunden zappelte der Ball im Röllbacher Netz, das Schiedsrichtergespann entschied nach Stumpfs Kopfball allerdings zurecht auf Abseits. Röllbach hätte eigentlich davon wachgerüttelt sein müssen, doch von den Gästen vom Untermain war in den ersten 30 Minuten so gut wie nichts zu sehen.

Karlburg agierte zielstrebig nach vorne, ballsicher und kombinationsstark. Kein Wunder, dass Stumpf nach sieben Minuten per Kopf das 1:0 erzielte und Mannschaftskollege Schramm nach nur 18 Minuten nach einem Eckball - wieder per Kopf - auf 2:0 stellte. Dabei lief Röllbachs Keeper Patsiouras unter dem Ball durch, so dass Schramm am langen Pfosten keine Mühe hatte. Karlburg wurde dann etwas leichtsinniger und das spielte der auf Konter ausgelegten Röllbacher Mannschaft in die Karten. Ein ums andere Mal kombinierten sich Grimm und Co. mit langen Bällen in Richtung gefährliche Zone.

In der 37. Minute verkürzte André Pascual nach schöner Einzelleistung mit einem Linksschuss ins lange Eck zum 2:1. Noch vor der Pause köpfte einmal mehr Stumpf knapp vorbei. In der Nachspielzeit hatte Alexander Grimm auf der Gegenseite die große Chance zum Ausgleich. Fabian Brand reagierte mit einer tollen Reaktion. Die Pausenführung war verdient - vor allem auch, weil Röllbach in der Abwehr bei hohen Bällen überfordert schien.

Nach der Pause stellte Albano Carneiro sein 5-4-1-System um. Röllbach wollte, wurde aber nach nur sechs Minuten eingebremst. Der überragende Manuel Römlein krönte seine bis dahin gute Leistung mit einem Freistoßtor aus circa 35 Metern - mit links über die Mauer, nicht besonders fest und auch nicht zu 100 Prozent platziert. Der Ball war haltbar, aber drin, und so stand es 3:1 (51.). Danach mühte sich Röllbach weiter redlich, auch Karlburg beschränkte sich nicht aufs Verteidigen.

Ein möglicher zweiter Röllbacher Treffer hätte die Partie vielleicht noch spannend gemacht, aber es fehlte auch das Glück im Abschluss. Das hatte an dem Tag Manuel Römlein, denn auch sein Schuss unter die Latte in der 82. Minute zum 4:1 schlug mehr oder weniger direkt über Patsiouras ein - die Entscheidung.

Beide Teams hatten noch die eine oder andere Gelegenheit, allerdings wurden die Beine am Ende schwer. Kurz vor Schluss zeichnete sich erneut Brand aus, als er einen tückischen Schlenzer als Aufsetzer von Mario Ackermann um den Pfosten drehte.

Dann war Schluss, und der TSV feierte seinen zweiten Heimsieg gebührend. Karlburgs Trainer Patrick Sträßer war sehr zufrieden und sprach von einem verdienten Sieg. Er meinte, nach dem 2:0 habe man es dem auf Konter lauernden Gegner unverständlicherweise zu einfach gemacht und wäre beinahe bestraft worden. »Wir waren da nicht schlau genug«, sagte Sträßer. Röllbachs Trainer Albano Carneiro war enttäuscht aber gefasst. »Wir sind sauschlecht reingekommen«, analysierte er. Das Kollektiv Karlburg sei so nicht zu stoppen gewesen. In Sachen Zweikämpfe und Laufstärke sei man in 90 Minuten nicht an den Gegner herangekommen. »Es war im Großen und Ganzen verdient, vielleicht ein Tor zu hoch«, fand der Röllbacher Coach

Quelle: www.main-echo.de