TuS Röllbach  - TuS Leider   5:2 (1:1)

Nachdem in Uettingen 2 Punkte verschenkt wurden, standen der 2.te und 3.te Spieltag in Form eines Doppelspieltages an. Mit Leider (Heimspiel) und Keilberg (Auswärtsspile) trafen wir auf 2 starke Mannschaften,
die uns schließlich auch alles abverlangen sollten.

Mit einer starken Vorstellung in Uettingen im Hinterkopf gingen wir hochmotiviert in das Freitagsspiel gegen Leider, gegen die wir im letzten Spieljahr nichts erben konnten. Wir wollten im ersten Heimspiel der Saison den ersten „Dreier“ der Saison einfahren.

Zu Beginn der Partie und einem beiderseitigen Abtasten bekamen wir das Spiel immer besser in den Griff und konnten uns klare Vorteile im Mittelfeld erarbeiten. Nachdem der Kopfball von Ersoy Sepik nach ca. 12 Minuten noch am Tor vorbei ging, konnten wir durch einen herrlichen Freistoß von Alex Grimm nach 21 Minuten doch in Führung gehen.

Einige Minuten zuvor forderte Leider einen Elfmeter, als Samir Amhaz bei einer scharfen Hereingabe der Ball scheinbar an die Hand sprang, der Pfiff des bis dato noch souverän leitenden Schiedsrichters allerdings ausblieb. Die Bemühungen von Leider über schnell vorgetragene Angriffe gefährlich zu werden, wurden ansonsten zu diesem Zeitpunkt aber bereits im Mittelfeld erstickt.

Im Gegenteil: In der 25. Minute hätte es 2:0 stehen müssen, als Alex Grimm frei auf den gegnerischen Keeper Milde zulief, aber an diesem scheiterte.

Dann die 30. Min.: Durch einen Fehlpass in der Vorwärtsbewegung und Abstimmungs-problemen auf unserer linken Abwehrseite kommt Leider frei zum Flanken.Karsten Kehl im Tor verschätzt sich bei der scharfen Hereingabe und der Gegner köpft zum 1:1 ein. So stand es statt 2:0 nur noch 1:1. Ein vermeidbares Tor, welches uns zu lähmen und Leider aufzuwecken schien, denn von nun an spielte erste einmal nur noch Leider. Die 15 Minuten bis zur Pause und auch die ersten 10 Minuten in der 2.ten Hälfte gehörten nahezu gänzlich dem Gast und uns schienen „die Felle mehr und mehr davonzuschwimmen“.

Es musste v.a. in der Offensive etwas passieren und es passierte auch etwas. Durch die Hereinnahme eines Stürmers für einen Mittelfeldspielers - Marco Wolf kam in der 55. Min. nach 2-wöchiger Verletzungspause für Chrissy Wolz in die Partie- setzten wir ein Signal und kamen in kürzester Zeit wieder in die Partie zurück.

Der Doppelschlag zum 2:1 und 3:1 in der 60. und 62. Min. kam dann auch zu einem günstigen Zeitpunkt. Jürgen Heider –noch Pechvogel vor einer Woche in Uettingen- war bei einer Standardsituation mit aufgerückt und im Strafraum nur durch ein Foulspiel zu bremsen. Den Strafstoß verwandelte Ersoy sicher zum 2:1.
Das 3:1 erzielte Florian Grimm nach toller Vorarbeit von Marco Wolf. Letzterer hatte sich gekonnt auf der linken Seite durchgesetzt und scharf nach innen gepasst.

Trotz des 2-Tore-Rückstandes gab Leider nie auf und hatte durch einen Alleingang seines Stürmers die große Möglichkeit zu verkürzen, scheitert aus 11m Entfernung jedoch am stark reagierenden Karsten Kehl im Tor. Leider musste nun die Deckung lockern und musste sich fortan ständig gefährlichen Kontern erwehren.

So konnte Florian Grimm alleine auf den Leiderer Ersatzkeeper (Keeper Milde hatte in der 62. Min. Rot wegen Meckerns gesehen) zulaufend, den Ball nicht im Tor unterbringen und schob diesen am langen Pfosten vorbei.
Besser machte es dann in der 75. Min. der Leiderer Neudel, als er mit einem Steilpass geschickt, den Ball am machtlosen Kehl vorbei im Tor unterbringen konnte und mit dem Anschlusstor somit noch einmal Hoffnung bei seinen Farben aufkommen ließ.

Das Spiel stand nun auf  Messers Schneide und wurde durch einige fragwürdige Entscheidungen des Schiedsrichters in der zweiten Spielhälfte weiter angeheizt. Glücklicherweise standen wir jedoch sicher im Abwehrverbund und konnten das Spiel mit 2 weiteren Toren durch unsere starke Offensivabteilung vorzeitig entscheiden.

Nach einer gelungenen Kombination umspielte Alex Grimm in der 80. Min. den Leiderer Keeper und schob den Ball ins leere Tor, in der 90. Min. setzt sich Marco Wolf auf links durch und sieht Alex. Grimm am langen Pfosten stehen. Alex spielt sich mit einer feinen Einzelleistung frei, legt den Ball auf seinen Bruder Florian zurück, der sich diese Chance zum 5:2 nicht nehmen lässt.

Fazit:

Trotz des Fehlens einiger Leistungsträger konnte seit langer Zeit wieder einmal gegen den TuS Leider gepunktet werden. Auch wenn der Erfolg um 1 bis 2 Tore zu hoch ausfiel, war er aufgrund der zahlreichen Chancen verdient.

Aufstellung:

Karsten Kehl – Jürgen Heider, Carsten Ackermann, Florian Grimm, Patrick Spall, Christian Wolz (55. Marco Wolf), Samir Amhaz (80. Uli Ankenbrand), Florian Ruhland, Ersoy Sepik, Alexander Grimm, Marcel Ackermann (70. Michél Weis)